Der Blutweg in Saltdal

Zur Sicherung wichtiger Verkehrswege plante das Oberkommando der deutschen Wehrmacht eine durchgehende Strassen-/Bahnverbindung mit möglichst wenig Fährstrecken bis nach Kirkenes. Drei Jahre sollte der Bau dauern. Für zehntausende osteuropäische Kriegsgefangene war dies eine Zeit unsäglicher Anstrengungen. Viele kehrten nicht Wieder in die Heimat zurück.

In Saltdal gab es 15-18 verschiedene Lager mit 9500 russischen. polnischen ind serbischen Kriegsgefangenen. Den Strassenabschnitt, an dem sie arbeiteten (Saltnes Saksenvik, ca. 2 km. von Rognan), nannten sie selbst den Blutweg. Noch heute ist bei einer Wanderung das Kreuz zu sehen, das die Gefangenen mit Blut auf die Felswand malten. Bei Dalmovika, einige 100 Meter entfernt, steht ein Gedenkstein mit norwegish-serbischer Inschrift.

Das Blutweg-Museum in Rognan, ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Saltdal und der Staatlichen Strassenverwaltung, schildert den unmenschlichen Alltag der Kriegsgefangenen während der deutschen Besatzung 1940-45.

 

Zu lesen:

Storteig, Odd 1997: Geschichte der Kriegsgefangenen. Der Blutweg in Saltdal. Fotefar mot Nord 38. Saltdal kommune.

Hagen, K.O., M.Zakariassen, K.Fredriksen, P.Høivaag, T.Hansen, T.Raaum og F.Einset 1994: Krigsminner Saltdal-Fauske-Sørfold-Hamarøy-Steigen. Red:F.Einset, K.O.Hagen og A.S.Ellefsen.  Überreste aus dem zweiten Weltkrieg -Deutsch zusammenfassung.